Frage:
Nach einem Unfall klagte ich über Nackenschmerzen und Schwindel. Bei einem CT wurde ein Haarriss in einem Halswirbel festgestellt wurde. Empfohlen wurde ein paar Tage eine Halskrause zu tragen, aber es ist nichts zu befürchten. Nun habe ich seit Wochen Symptome die mich beunruhigen.
Bei Nackenbewegungen spüre ich stets ein leichtes Knirschen, gelegentlich auch ein lautes Knacken. Bei Augenbewegungen ins periphere Gesichtsfeld durchfährt mich ein elektrisierendes Gefühl, das sich hauptsächlich auf den Kopf bemerkbar macht. Hinzu kommt in diesen Augenblicken ein Ohrensausen, welches teilweise so laut ist, dass ich nachts aus dem Schlaf aufschrecke. Auch fällt es mir mittlerweile schwer, mich in unübersichtliche Situationen zu begeben, etwa in den Supermarkt, da ich mich dort mit den Augen natürlich mehr orientieren muss als gewöhnlich, und so treten recht bald Schwindel und Übelkeit auf.
Die Beschwerden treten nicht oder nur stark vermindert auf, wenn ich den Kopf sehr aufrecht halte oder in den Nacken lege und zugleich mit den Händen Druck auf den Nacken ausübe.
Muss ich mir Sorgen machen?
Antwort verfasst am 03.12.2009:
Guten Tag Herr G.
Ein Haar-Riss sollte wie Sie ihn beschreiben folgenlos ausheilen und nach einigem Monaten auch ausgeheilt sein. Da bei Ihnen die Beschwerden jedoch länger anhalten, wäre eine erneute klinische Untersuchung bei einem Orthopäden empfehlenswert. Zusätzlich sollte dabei auch eine Kernspintomographie der HWS angefertigt werden. Sollte der hierbei durchgeführte bildgebende Befund unauffällig bleiben, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine muskuläre Dysbalance, die wiederum kann durch eine spezielle krankengymnastische Beübung und Physiotherapie der HWS gebessert werden, so dass die Beschwerden in relativ kurzer Zeit verschwunden sein sollten.
Wir wünschen eine gute Besserung!
Dr. med. C. Schmid