Frage:
Vor ca. 5 Wochen brach der 4. Lendenwirbel;
darauf bei Knochendichtemessung Osteroporose diagnostiriert (-4);
Derzeit wird der Wirbelbruch nur mit Schmerzmitteln und durch tragen
mittels Korsett behandelt.
Immer noch sehr starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich sowie rechter unterer Rpücken.
Würde gerne bzgl. möglicher OP eine zweite Meinung bzw. Beratung
einholen.
Wie lange dauert es ca., bis die Schmerzen ohne OP leichter werden?
Wäre eine Terminvereinbarung bei Ihnen zum Abklären weiterer Fragen
möglich?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Antwort verfasst am 19.09.2011:
Sehr geehrte...,
durch die konservative Therapie (Schmerztherapie / Korsett / physiotherapeutische Behandlungen) sollten nach ca 4-6 Wochen Schmerzbesserung erreicht werden, allerdings sollten die Beschwerden unter dieser konservativen Therapie soweit erträglich sein das eine problemlose Mobilisierung gewährleistet werden kann.
Da sie uns schrieben, das sie immer noch unter einer erheblichen Schmerzsymptomatik leiden, sollte zunächst eine weitere klinische und radiologiosche Untersuchung erfolgen.
Sollte der Wirbel weiter eingebrochen sein, muss eine operative Versorgung erwogen werden.Je nach Befund kann die Stabilisierung und Aufrichtung des frakturierten Wirbelkörpers z.B. minimalinvasiv - mittels einer Kyphoplastie - durchgeführt werden, ggf kann auch eine dorsale Stabilisierung erforderlich sein.
Dies führt in der Regel zu einer deutlich schneller eintretenden Schmerzreduktion, gewährleistet die sofortige Vollbelastung und verhindert v.a. ein weiteres Einbrechen der betroffenen Wirbelkörper.
Nähere Informationen zur Kyphoplastie finden Sie unter:
http://www.spine-bb.de/kyphoplastie.php
Gerne können Sie in die Wirbelsäulenprechstunde unserer Klinik kommen.
Hierzu würden wir Sie um eine telefonische Terminvereinbarung (089 -1797 2332) bitten. Bringen Sie dann bitte ihre Befunde und Röntgenbilder sowie Computertomographie oder Kernspintomographie mit.
Freundliche Grüße
Dr. C. Schmid