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Kann es sein das beim Herzkatheter ein Gefäß verletzt wurde und das mir das Blut in den Rücken läuft…

Frage:

Sehr geehrter Damen und Herren
Ich (48 Jahre) hatte 08.2007 einen Myokardinfakt. Koronarangiografisch bestand eine 2 Gefäßerkrankung mit proximaler RCMX Stenose und LAD Verschluss. In einer Akut Intervention wurden die RCX mit einer PTCA und einen Stent sowie der LAD Verschluss mit PTCA und Stent versorgt. Ein verbliebener peripherer LAD Verschluss konnte am Folgetag nicht eröffnet werden. Bei diesem Versuch verspürte ich einen starken Schmerz im Herzbereich verursacht durch den Herzkatheter.
Von diesem Zeitpunkt hatte ich Thoraxschmerzen. Auf meiner Brust habe ich einen Kirsch großen Knuttel im li. Rippenbereich (eingetrocknetes Blut) und einen Apfel großen roten Fleck der nicht weg geht. Bei jedem Arztbesuch habe ich darauf verwiesen.
September 2007 erneuter Herzkatheter mit gutem Ergebnis nach Doppelstent keine Intervention nötig. Kollateralisierung LAD wird noch besser. Thoraxschmerzen unverändert.
Die schmerzen Strahlen weiter vom Brustbein über den li. Arm in den Rücken aus.
Gänsehaut, brennt entlang der Wirbelsäule und zeitweise Kippeln im Kopf und im gestammten Körper. Ein CT Abdohm, Untersuchungen wie Magen, Darmspiegelung sowie Röntgen der Wirbelsäule, alles ohne Befund. Bei CT Thorax stellte sich eine streifige Verdichtung rechts dorsobasal im 10. Segment paravertebral gelegen dar. Die Rekonstruktionen mit HR Technik zeigen das es sich um einen narbigen fibrösen Befund handelt.
Mein Rücken entlang der Wirbelsäule schmerzt seit einem Jahr. Beim Schlafen in der Bauchlage Schmerzen die Muskeln im Rücken.
Kann es sein das beim Herzkatheter ein Gefäß verletzt wurde und das mir das Blut in den Rücken läuft.
Wer kann so etwas feststellen?
PS. Vom Herzen aus fühle ich mich sehr gut und stark. Ich treibe täglich eine Stunde Ausdauersport. Nach über einem Jahr werden die Schmerzen immer stärker.
Was habe ich bloß?



Antwort verfasst am 05.01.2010:

Sehr geehrter Herr H.,

dass Ihre Beschwerden durch einen größeren Bluterguss, d.h. Hämatom fortbestehen, wäre sehr ungewöhnlich. Eine bestehende Blutung  durch den Herzkatheter wäre ebenso sehr unwahrscheinlich, da diese in kürzester Zeit lebensbedrochlich wäre und in diesem Sinne keine chronischen Schmerzen verursacht. Nachdem die Untersuchungen unauffällig waren, sollten Sie sich zunächst physiotherapeutisch behandeln lassen.Gleichzeitig ist die Durchführung einer Kernspintomographie der Wirbelsäule sinnvoll, um weitere Ursachen abzuklären, dann fachärztliche Vorstellung, gerne auch in unsrerer WS- Sprechstunde

Ich wünsche eine gute Besserung.
Freundliche Grüße

Dr. med. C. Schmid

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