Frage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im November 2009 erhielt ich ein "Wallisimplantat" im Bereich LW4/5, welches nach einigen Tagen verrutschte. Die 2.OP wurde am 10.12.09 vorgenommen.
Auch diese lockerte sich .In der 3.OP, 11.01.10, wurde das Implantat entfernt und um eine "bakterielle Infektion" zu beheben ein "Schwamm" eingesetzt.
Dieser wurde dann am 14.01.10 entfernt. Am 25.01.2010 wurden die Fäden gezogen.
Als nächstes ist eine "Wirbelversteifung" angedacht.
Meine Frage an Sie : "Welche Alternative und unter welchen Voraussetzungen könnte ich bei Ihnen behandelt werden?"
Ich bin bei der "Bundesknappschaft" versichert.
Über eine Einschätzung und Information würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruß
G.W.
Antwort verfasst am 31.01.2010:
Guten Tag.
Zunächst einmal sollte man bei Ihnen abwarten, bis die Infektion am Rücken vollständig ausgeheilt ist. Um Ihre Situation insgesamt abschätzen zu können, brauche ich noch Zusatzinformationen, d.h. wurde bei Ihnen das Wallis-Implantat aufgrund einer Spinalkanalstenose oder einer Recessus- oder Neuroforamenstenose implantiert, wurde bei der Erstimplantation mikrochirurgisch dekomprimiert, besteht oder bestand ein Wirbelgleiten, schmerzt der Rücken oder eher die Beine oder Beides.
Wahrscheinlich wurde der Spinalkanal nicht dekomprimiert, so dass hier eine Dekompression durchgeführt werden sollte, dann ist die Stabilität des Wirbelsegmentes wichtig, muss hier stabilisiert werden mittels Fusion oder ist eine dynamische perkutane Stabilisierung möglich.
Wenn es Ihnen möglich ist, könne sie gerne in meiner Wirbelsäulensprechstunde einen Termin zur klinischen Untersuchung und Beratung vereinbaren, hier sollten Sie alle Unterlagen (Bilder, OP Berichte) mitbringen, so dass wir Ihnen einen Therapieplan erstellen können. Vereinbaren Sie einfach einen Termin unter: 089 – 17 97 – 25 02 oder ort@barmherzige-muenchen.de
Freundliche Grüße
Dr. med. C. Schmid