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Taubes Gefühl im linken Fuß entlang des Schienbeines und...

Frage:

Befund: Normale Haltung der LWS. Unauffällige Konfiguration der Lendenwirbel. Die Bandscheibe L4/5 ist deutlich verschmälert mit hypointensem Signal auf T2 bei Degeneration. Basal in L4 und cranial in L5 hyperintenses Signal auf T1 und T2 bei Fettmarkonversion Typ II. Diese Bandscheibe weist eine breitbasige dorsale Protrusion mit deutlicher Imperssion am Duralsack. Die Wurzeln L4 sind frei. Links mediolateral zeit sich im Spinalkanal in Höhe L5 auf T1 u. T2 hypointenses Gewebe das mit aller Wahrscheinlickkeit sequestriertem Bandscheibengewebe entspricht, es bedrängt die Wurzel L5 und S1 links. Im Segment L5/Se schmale dorsale Protrusion von Bandscheibengewegbe mit Impression am Duralsack.
Ergebnis:
Degenerationszeichen an der Bandscheibe L4/5. Links mediolateraler Diskusprolaps mit kaudaler Sequestration und Bedrängung der Wurzel L5 u. S1 links. Bandscheiben protrusion L5/S1. Fettmarkkonversion Typ I L4/5.

Ich habe ein taubes Gefühl im linken Fuß entlang des Schienbeines und am äußersten Rand des gr. Zehe.
Folgendes Medikamenten ermöglicht mir weitgehende Schmerzfreiheit: Arthrotec bzw. Diclobene 50 mg (2x tägl.) und NOAX 200mg am Abend(diese jedoch seit 2 Tagen abgesetzt ohne Probleme).

Verschiedenste Orthopäden rieten mir von einer OP ab, da ich die gr. Zehe anfangs bis zu ca. 40 % und derzeit bis zu ca. 80% bewegen kann. Auch andere Funktionstests ergaben ein positives Ergebnis. Allerdings wurde mir vom Krankenhaus eine OP empfohlen.
Was soll ich machen? Eine OP will ich nur wenn keine andere Möglichkeit mehr bleibt. Wird die Taubheit wieder weggehen, da ich diese seit ca.7 Wo schon habe (Klappfuß beim Gehen, umso weicher die Sohle um so besser funkt. allerdings das Gehen). Wie viel Zeit bleibt mir noch um keine bleibenden Schäden zu haben.



Antwort verfasst am 06.12.2009:

Sehr geehrter Herr W.

Als Entscheidungshilfe sollten Sie zusätzlich die Untersuchung bei einem Neurologen anstreben. Hier können die Ausmaße einer Nervenschädigung festgestellt werden. Grundsätzlich, als Hilfe zur Operationsentscheidung, kann man Folgendes sagen: Kommt es bei einem Bandscheibenvorfall zu einer muskulären Schwäche wichtiger Muskelgruppen (z.B. den Fußhebern), so ist eine schnelle Operation dringend anzuraten. Auch wenn bei konservativer Therapie keine Schmerzbesserung erreicht werden kann, sollte nach mehreren Wochen vergeblicher Therapie eine operative Intervention diskutiert werden. Ob die bei Ihnen beschriebenen Taubheitsgefühle sich bessern werden, kann nur an Hand einer klinischen Untersuchung, bei der Sie die vorhandenen MRT Bilder der LWS mitbringen, gemutmaßt werden. Sichere Aussagen sind jedoch auch hier nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen eine gute Besserung!

 

Dr. med. C. Schmid

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