Frage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe seit 2002 TEP Knie re und seit 2004 TEP Knie li. In beiden Knien ist ein leichter Erguss, der nicht schmerzt und mich nicht behindert. Darf man Knie mit TEP punktieren? Soviel ich weiß sollte man das vermeiden wegen erhöhter Infektionsgefahr. Außerdem bin ich seit 1986 Rheumatiker und bin mit Mabthera (Rituximab) therapiert. Unter dieser Therapie erhöht sich ebenfalls die Infektionsgefahr.
Vielen Dank und freundliche Grüße
M. H.
Antwort verfasst am 08.06.2010:
Guten Tag Frau H.,
da der Erguss keine akuten Schmerzen verursacht und sie nicht behindert,
sollten Sie zunächst mit ihrem behandelnden Arzt den Nutzen der Punktion klären,
beziehungsweise mögliche Alternativen ausloten.
Punktionen nach KTEP werden häufig und oft mit Erfolg vorgenommen.
Aber auch die Punktion birgt - wie jeder Eingriff - ein gewisses Infektionsrisiko.
Dieses lässt sich allerdings durch sorgfältiges, keimfreies Arbeiten des Arztes
minimieren.
Auch der natürliche Alterungsprozess führt zu einer Schwächung bzw. Abnahme der
Immunfunktion und somit zu einer erhöhten Inzidenz.
Medikationen als weiterer Risikofaktor:
In der Regel ist die Verträglichkeit und Therapiesicherheit von Rituximab auch im
längerfristigen Behandlungsverlauf gut. Die Rate an schwerwiegenden Infektionen
nimmt mit der steigenden Anzahl von Behandlungskursen nicht zu.
Grundsätzlich aber ist es sinnvoll, dass bei einer MabThera-Therapie und einer
geplanten Punktion zwischen dem Orthopäden und dem behandelnden Rheumatologen
Kontakt aufgenommen und das Vorgehen genau abgestimmt wird.
Freundliche Grüße
Dr. C. Schmid