Frage:
Hüft-OP trotz Stents bzw. Kardiologe im Haus?
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Mutter (80 Jahre) hat bereits künstliche Knie- und ein künstliches Hüftgelenk. Seit (ziemlich langer Zeit...) schmerzt ihre andere Hüfte sehr stark (es wurde vor ein paar Jahren auch eine Zyste diagnostiziert, die EVENTUELL der Auslöser für die Schmerzen sein könnte.)
Da die Schmerzen mittlerweile so stark sind, konnte ich Sie dazu überreden, sich mit dem Thema Hüftoperation auseinanderzusetzen.
Wegen Angina pectoris u.a. hatte sie Ende September dieses Jahres einen Termin "Rechts der Isar", um sich einen Katheder (wg. der "Operationsfähigkeit") legen zu lassen. Hier stellte man dann fest, daß eine Operationsfähigkeit in ihrem Zustand absolut nicht gegeben ist und es wurden ihr Stents gesetzt (als Alternative zum Bypass, was sie definitiv nicht wollte).
Aufgrund der zwingenden Medikamente (Blutverdünnung etc.) hieß es, daß eine Hüftoperation grundsätzlich die nächsten 1-2 Jahre nicht möglich ist. Eine Möglichkeit wäre eventuell eine OP im Krankenhaus "Rechts der Isar", wenn ein Kardiologe dabei wäre?! Oder eine Schmerztherapie?!
Da mir Ihr Krankenhaus (von einem Kollegen) für Hüft-OPs sehr empfohlen wurde: Wäre bei Ihnen eine Hüft-OP TROTZ Stents und mit kardiologischer Begleitung möglich bzw. was können Sie mir (meiner Mutter) empfehlen?! Leider ist es so, daß die Schmerzen mittlerweile unerträglich werden (Körperzittern, Verlust von jeglicher Lebensqualität...)und ich würde mich sehr über Ihre Meinung / Ihren Rat freuen!! Sie erreichen mich tel. unter 0177/6558736 oder 089/5121-8550 bzw. per Mail unter nora.hilbert@generali.de
Besten Dank im voraus,
...
Antwort verfasst am 05.11.2010:
Sehr geehrte Frau H.,
um dieser immer häufiger auftretenden Konstellation Rechnung zu tragen, bieten wir Operationen unter diesen Bedingungen generell an.
Unabdingbar ist die Absprache mit den behandelnden Kardiologen, über die frühestmögliche Pausierung der Blutverdünnungsmittel (insbesondere Plavix). Die Einnahme von Aspirin muss nicht pausiert werden. Unsere Kardiologen werden in diesen Fällen selbstverständlich hinzugezogen.
Sollte in nächsten 6 Monaten keine Operation erfolgen können, sollte neben der gezielten Schmerztherapie in Tablettenform, auch eine Infiltration des Hüftgelenkes in Erwägung gezogen werden.
Freundliche Grüße
Dr. C. Schmid